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Elektronische Patientenakte - Top oder Flop?


Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Engagementwoche

Am 14.9. ab 19h wollen wir in einer Online Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Engagementwoche über die Elektronische Patientenakte (ePA) informieren.

Die elektronische Patientenakte (ePA) wird ab Anfang 2021 von den gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten angeboten werden. Die Nutzung der ePA ist freiwillig. Damit kann Jede/r sich bewusst und selbstbestimmt für oder gegen eine persönliche ePA entscheiden.

Online-Livestream-Veranstaltung - von Versicherten für Versicherte
Teilnehmer können sich aktiv beteiligen, Fragen stellen oder einfach "nur" passiv zuhören. Teilnehmer können ihre Privatsphäre schützen, in dem sie sich mit einem Nickname beteiligen und/oder ihre Kamera ausgeschaltet lassen.

Der Link zur Online-Veranstaltung: https://meet.jit.si/elektronischePatientenakte-top-oder-flop

Das für die Sicherheit der Elektronische Patientenakte entscheidende Patientendatenschutzgesetz (PDSG) ist seit knapp einem Jahr in Diskussion. Allerdings "entwickelt" sich das PDSG, welches in den nächsten Tagen die letzten Abstimmungen im Bundestag vor sich hat, in die falsche Richtung. So wurde die im Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) festgeschriebene Einwilligungserfordernis zur individualisierten Datenauswertung im letzten Monat aus dem Gesetzestext entfernt.

Damit würde in Deutschland ein Gesetz beschlossen, welches gegen die Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verstößt, welche bei Datenverarbeitungsvorgänge stets eine freiwillige Einwilligung des Betroffenen voraussetzt.. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) weist auf seiner Webseite auf die Folgen einer europarechtswidrigen Verarbeitung personenbezogener Gesundheitsdaten als Folge des Patientendaten-Schutz-Gesetzes (PDSG) hin:

"Meine Behörde wird aufsichtsrechtliche Maßnahmen gegen die gesetzlichen Krankenkassen in meiner Zuständigkeit ergreifen müssen, wenn das PDSG in seiner derzeitigen Fassung umgesetzt werden sollte. Meiner Auffassung nach verstößt eine Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) ausschließlich nach den Vorgaben des PDSG an wichtigen Stellen gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)."

Doch auch neben dieser entscheidenden Freiwilligkeit des gesetzlich Versicherten gibt es weitere Fallstricke bei der Verarbeitung von besonders sensiblen Gesundheitsdaten, auf die wir hinweisen wollen, damit sich die Menschen wirklich bewusst und selbstbestimmt für oder gegen eine persönliche ePA entscheiden können. Dazu ist es notwendig den Aufbau des "Gesundheitsnetzes", der Telematik Infrastruktur, zu kennen und zumindest ansatzweise zu verstehen, wer wann welche Rechte auf die Daten hat (Berechtigungskonzept) und wer sonst noch daran Interesse hat (Weitergabe an Forschungsinstitute).

Mehr dazu bei https://www.bundesgesundheitsministerium.de/pdsg.html
und https://www.bfdi.bund.de/DE/Infothek/Pressemitteilungen/2020/20_BfDI-zu-PDSG.html
und alle unsere Artikel zu Gesundheitsdaten https://www.aktion-freiheitstattangst.org/cgi-bin/searchart.pl?suche=eGK&sel=meta
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7386-20200910-elektronische-patientenakte-top-oder-flop.htm

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