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Wer den Roman "Der Schwarm" kennt weiß, dass dieses Ereignis das Ende der Menschheit einleutet...


https://www.sueddeutsche.de/wissen/orcas-killerwale-spanien-portugal-1.5032677

#Umwelt #Natur #klima #Verschmutzung #Zukunft #Menschheit #Apokalypse #protest #Ozean
Oliver diaspora
Passend dazu explodiert im Permafrost der Boden durch Methanhydrat.
Naja, ans Ende der Welt glaube ich deswegen nicht gleich, aber meinen ersten Segeltörn überlege ich mir vielleicht nochmal...
Oliver diaspora
@freisprech@pod.beautifulmathuncensored.de Nun, der Autor Frank Schätzing hat sehr gut für sein Buch recherchiert und unter anderem einen meiner früheren Chefs (Meeresbiologe) befragt. Das Schlimme an dieser fiktiven Story ist, dass sie wahr werden könnte. Das bestätigt auch die Wissenschaft, jedoch ohne Bezug zum Roman zu nehmen. Man geht aber davon aus, dass es einen "Punkt ohne Wiederkehr" (point of no return) gibt und der Klimawandel sich nicht stetig verschlimmert, sondern sprunghaft. Ein Grund könnte sein, dass Methanhydrat durch die global angestiegenen Temperaturen auftaut und Erdgasvorkommen frei werden, die dann ihrerseits den Klimawandel vorantreiben (Methan ist ein starkes Treibhausgas).

Was beobachten wir nun? Richtig, auftauendes Methanhydrat führte dazu, dass sich im Permafrost riesige Krater bilden, weil der Permafrost-Boden explodiert. Aber wenn du mir nicht glaubst, dann vielleicht den Medien und der Wissenschaft: https://www.focus.de/wissen/klima/tid-17446/methanhydrat-permafrost-ist-aufgeweicht_aid_486347.html

Jetzt überlegen wir noch mal: Seit wann ist der Klimawandel ein Thema? Nein, nicht erst seit ein paar Jahren, sondern schon seit den Siebzigern. Schon damals waren die Folgen absehbar und wurden von Wissenschaftlern skizziert. Was ist in den letzten 50 Jahren passiert? Nun, es ist einiges passiert, gerade in den letzten Jahren, aber leider viel zu wenig.

IMHO sollte man jedenfalls nicht den Fehler machen, Frank Schätzings fiktiven Roman zu sehr ins Reich der Fabeln zu verorten. Denn seine Grundlage ist nichts weiter, als die Wissenschaft. Daraus hat er eine Geschichte gestrickt, die vielleicht nicht genau wie die reale Entwicklung verläuft, aber wir werden mit Sicherheit noch durch reale Vorkommnisse an diesen Roman erinnert.

Nehmen wir doch nocch mal das Methanhydrat. Permafrost? Das ist nur der Anfang. Wir wissen schon, dass die Temperatur des Meeres ansteigt und dass das irgendwann auch im Meer passieren könnte. Mit möglicherweise genau den von Schätzing beschriebenen Folgen (Tsunamis). Ferner löst sich CO2 im Meer und bildet dort Kohlensäure, was ebenfalls sehr negative Effekte hat, aber auf eine ganz andere Art und Weise.

Ich meine, dass es nicht schaden kann, Frank Schätzings Roman zu lesen. Auch wenn es keine reale Geschichte ist, so ist da vieles enthalten, was wahr werden könnte. Und ich fürchte, dass der Autor sich den Schrecken des Klimawandels gar nicht so fürchterlich ausmalen konnte, wie er möglicherweise werden wird.

Was macht die Menschheit? Doch einiges, aber auf jeden Fall zu wenig. Besonders schlimm aus meiner persönlichen Sicht: Mangelnde politische Möglichkeiten auf internationaler Ebene. Ferner gibt es auch keine militärischen Optionen, dass irgendwer die USA oder China oder sonst irgendwen zwingen könnte, ihren Anteil zum Klimawandel zu verringern.

Machen wir uns nichts vor: Es sieht übel aus. Ich gehe davon aus, dass der Klimawandel den Untergang unserer Hochkultur markieren wird. Wir wären nicht die erste Hochkultur, die untergeht.