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Weltfriedenstag am Brandenburger Tor


Kundgebung erinnerte an den Beginn des 2. Weltkriegs

Vor 81 Jahren hat die deutsche Wehrmacht Polen überfallen und Hitler hat den 2. Weltkrieg begonnen. Daran erinnern wir uns jedes Jahr am 1. September, dem Antikriegstag oder Internationalen Weltfriedenstag.

Aktion Freiheit statt Angst ist seit Jahren in der Berliner Friedensbewegung verankert und war mit mehreren Aktiven dabei. Wir arbeiten seit fast 10 Jahren im Berliner Bündnis Schule ohne Militär und der Drohnen AG der Friko Berlin und versuchen aufzuklären über die Gefahren militärischen Hochrüstens.

In den Reden wurde auf die vielen Möglichkeiten für Abrüstung und Zusammenarbeit gerade nach Ende des Kalten Kriegs hingewiesen. Statt dessen hat die Politik des Westens neu Gräben erzeugt, z.B. durch die Osterweiterung der NATO, entgegen aller Zusagen von 1990.

Wir haben auf der Veranstaltung erneut die Drohnen-Quilts, Patchworkdecken zum Gedenken an die über 300 durch US Drohnen getöteten Kinder in Afghanistan und Pakistan ausgestellt. Die Ausstellung ist noch bis zum Jahresende auszuleihen, näheres hier https://drohnen-quilts.de

Auch der Protest gegen die Verstümmelung von Menschen mit abgereichertem Uran in den Kriegen in Ex-Jugoslawien, Afghanistan, Libyien und im Irak war ein Thema.

Die Reden der Kundgebung und mehr dazu bei http://www.frikoberlin.de/
und der Aufruf des DGB zum Antikriegstag https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7323-20200901-nie-wieder-krieg.htm
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7378-20200901-weltfriedenstag-am-brandenburger-tor.htm

#Weltfriedenstag #Antikriegstag #1.September #DGB #Gewerkschaften #Friedensbewegung #SchuleohneMilitär #Atomwaffen #Militär #Bundeswehr #Aufrüstung #Waffenexporte #Drohnen #Frieden #Krieg #Friedenserziehung #Menschenrechte #Zivilklauseln #Kundgebung #DrohnenQuilts
 
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Kundgebung zum Antikriegstag am 1. September


In 15 Tagen: 1. September 2020 Antikriegstag und Weltfriedenstag

Gemeinsam mit der Friedenskoordination Berlin werden wir in 2 Wochen auf der Kundgebung anlässlich des Antikriegstags am 1. September des 81. Jahrestags an den Beginn des 2. Weltkriegs erinnern.

Am Di., 1. September ab 17h
am Brandenburger Tor, Platz des 18. März


Wir wollen Frieden und Abrüstung, weniger ist keine Option!

Seit 23.1.2020 steht die Weltuntergangsuhr (Doomsday-Uhr) auf 100 Sekunden vor 12, so nah wie nie zuvor. Das Risiko einer globalen Katastrophe steigt, die Kriegsgefahr ist größer als zu Zeiten des Kalten Krieges. Höchste Zeit zum Handeln! Wir fordern von der Bundesregierung, sich für Entspannung und die Einhaltung des Völkerrechts einzusetzen und kriegerischen Handlungen als Mittel der Politik endgültig eine Absage zu erteilen.

Das muss die Lehre aus zwei von Deutschland angezettelten Weltkriegen sein:
  • Schluss mit der Aufrüstung! Keine 2 % der Wirtschaftsleistung, d.h. keine Verdopplung der Aus­gaben für das Militär, sondern Abrüstung und Investition in Soziales, für Gesundheit, Bildung, Forschung.
  • Weg mit den Atomwaffen! Keine Modernisierung und Stationierung von Atomwaffen auf deutschem Boden, sondern Verschrottung!
  • Keine neuen Atombomber für die Bundeswehr!
  • Keine Anschaffung von Kampfdrohnen!
  • Rüstungsexporte stoppen!
  • Schluss mit den Provokationen gegen Russland und China, stattdessen Dialog und Zusammenarbeit! Kein Umschreiben der Geschichte.
  • Der deutsche Faschismus trägt die Schuld am Zweiten Weltkrieg!
Nur noch 100 Sekunden bis 12
  • Kein neues atomares Wettrüsten, sondern Verträge zur Vertrauensbildung, Rüstungskontrolle und Abrüstung!
  • New-START-Vertrag verlängern!
  • Keine Militarisierung der EU, stattdessen ein europäisches Haus von Lissabon bis Wladiwostok!
Mehr dazu bei https://www.frikoberlin.de
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7361-20200817-kundgebung-zum-antikriegstag-am-1-september.htm

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Nie wieder Krieg!


Ohne Frieden ist alles nichts

In 8 Wochen jährt sich der Beginn des 2. Weltkriegs zum 81. Mal. Am Antikriegstag, dem 1. September müssen wieder vielen Menschen sichtbar demonstrieren, dass wir uns eine Politik wünschen, die eindeutig Prioritäten für den Frieden setzt. Aktion Freiheit statt Angst wird in Berlin wieder dabei sein.

Nun hat auch der Deutsche Gewerkschaftsbund seinen Aufruf zum Antikriegstag am 1. September 2020 veröffentlicht.

Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren statt aufrüsten!

Für uns Gewerkschaften ist der Antikriegstag 2020 ein besonderer Tag der Mahnung und des Erinnerns. Das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung Europas und der Welt vom Faschismus jähren sich zum 75. Mal. Mit seinem Überfall auf Polen riss Nazi-Deutschland 1939 die Welt in den Abgrund eines bestialischen Krieges, der unermessliches Leid über die Menschen brachte und 60 Millionen Tote forderte. 75 Jahre nach Kriegsende liegt es an uns, die Erinnerung an diese zahllosen Toten wachzuhalten und der Millionen von Holocaust-Opfern zu gedenken, die von den Nazis ermordet wurden. Und wir müssen die Erinnerung daran wachhalten, dass Deutschland angesichts der Menschheitsverbrechen der Nazis besondere Verantwortung für den Frieden trägt. Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! So lautet unumstößlich die Lehre, die wir Gewerkschaften aus der Geschichte gezogen haben – und für die wir uns heute wieder mit all unserer Kraft stark machen müssen.

Wir erleben derzeit den internationalen Abgesang auf eine Politik der Abrüstung, Entspannung und Zusammenarbeit und auf eine neue multilaterale Weltordnung, die wir nach dem Fall des Eisernen Vorhangs erhofft hatten. Stattdessen leben wir in einer Welt, die immer stärker aus den Fugen gerät. Nationalismus und Militarismus greifen wieder um sich und setzen eine neue Spirale der Aufrüstung in Gang. 75 Jahre nach dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki im August 1945 erreicht der nukleare Rüstungswettlauf ungeahnte Ausmaße. Alle neun Atommächte stecken Unsummen in die Modernisierung ihrer Nukleararsenale und Anfang des nächsten Jahres könnte mit dem russisch-amerikanischen „New Start“-Vertrag das letzte verbliebene Rüstungskontrollregime für Atomwaffen auslaufen. Auch deshalb ist es nicht hinnehmbar, dass die deutsche Bundesregierung sich weiterhin weigert, den UN-Vertrag über das Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen.

Welche Dimensionen das Wettrüsten inzwischen erreicht hat, zeigen die aktuellen Zahlen. Die globalen Rüstungsausgaben belaufen sich inzwischen auf 2 Billionen US-Dollar. Die deutsche Bundesregierung spielt dabei eine unrühmliche Vorreiterrolle. Deutschland ist nicht nur viertgrößter Rüstungsexporteur weltweit, sondern ist bei den Ländern mit den meisten Rüstungsausgaben auf den siebten Platz vorgerückt. Wenn die Bundesregierung die NATO-Zielvorgabe erfüllen würde, zwei Prozent des deutschen BIP für Verteidigung auszugeben, so könnte dies eine weitere Erhöhung des Wehretats um mehr als 20 Milliarden Euro bedeuten.

Die Corona-Krise führt drastisch vor Augen, wie verantwortungslos diese Geldverschwendung ist. Besonders deutlich zeigt sich dies im Globalen Süden. So sind etwa in vielen Ländern Lateinamerikas große Bevölkerungsteile schutzlos dem Virus ausgesetzt, weil es an einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung fehlt und die dortige Zwei-Klassen-Medizin Angehörige der Ober- und Mittelschicht privilegiert. Gleichzeitig sind die Rüstungsausgaben in der Region in jüngster Zeit stark angestiegen – Geld, das für den dringend nötigen Ausbau der Gesundheits- und Sozialsysteme fehlt. Aber auch im Falle Deutschlands legt die Corona-Krise schonungslos offen, wie gravierend die Fehlverteilung öffentlicher Mittel ist. Im Bundeshaushalt 2020 waren ursprünglich 12 Prozent der Ausgaben für den Verteidigungsetat vorgesehen, während nur ein Drittel davon in das Gesundheitssystem fließen sollte.

Es ist höchste Zeit, das Ruder herumzureißen! Die Pandemie, der Klimawandel, die Digitalisierung – all diese gewaltigen Herausforderungen bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt und vergrößern die soziale Ungleichheit. Wir müssen gegensteuern! Dafür sind neben einem starken und solide finanzierten Sozialstaat immense öffentliche Investitionen nötig – in Gesundheit und Pflege, in unser Bildungssystem, in eine sozial-ökologische Gestaltung der Energie- und Verkehrswende, in die kommunale und digitale Infrastruktur und in den sozialen Wohnungsbau. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, sich endgültig von der Zwei-Prozent-Vorgabe der NATO zu lösen und die für Rüstungsausgaben vorgesehenen Mittel in ein sozial gerechtes Deutschland und Europa mit nachhaltigen Zukunftsperspektiven zu investieren.

Um dieser Forderung politischen Nachdruck zu verleihen, ruft der DGB als Partner der Friedensinitiative „Abrüsten statt Aufrüsten“ öffentlich dazu auf, sich am diesjährigen Antikriegstag mit zahlreichen Aktionen zu beteiligen.

Mehr dazu bei https://www.dgb.de/termine/++co++4a4bba86-f144-11e7-8351-52540088cada
und der Aufruf des DGB als PDF https://www.dgb.de/termine/++co++50cd9a42-c06c-11ea-b7a2-001a4a16011a
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7323-20200901-nie-wieder-krieg.htm

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